Volles Haus bei der bisher vielleicht besten Session-Party !

Volles Haus bei der bisher vielleicht besten Session-Party !

Was gestern die Bands und die Sessionmusiker auf der Bühne präsentierten beigeisterte fast 1000 Besucher. So gut besucht war die Veranstaltung nur in den 90er Jahren, als sogar einmal diese magische Grenze überschritten wurde.
Während sich eine Stunde vor Beginn der Bereich hinter der Bühne mit unerwartet vielen Musikern füllt, um unter der Leitung von Tobias Götzmann für die ersten 60 Minuten ein paar Songs und Besetzungen auszutüfteln, bilden sich an der Kasse schon erste Schlangen. Punkt 19 Uhr dann die Eröffnung mit einem Freestyle Stück eingeleitet mit einer Hangdrum, ergänzt durch mehrere Percussionisten und Instrumentalisten das sich über letztendlich 3 abgesprochene Akkorde bewegt und am Ende wieder sanft ausklingt.
Voll wie auf der Bühne ist es zu diesem Zeitpunkt auch schon davor. Die Besucher kommen früher und fühlen sich durch die Musik auch gleich hereingezogen. Dann geht es wie bei der Session üblich nach jedem Song auf der Bühne rauf und runter und das Publikum spart nicht mit Applaus für die abwechslungsreichen Darbietungen. Daher muss dann die erste feste Band "The Cube" auch überhaupt nicht befürchten, dass noch zu wenig Publikum da ist. Rock ist angesagt, wie auch bei der nächsten Band "Major5" und bringt die Leute zum ersten kochen. Es ist dennoch nicht zu laut und der Sound in der Halle ist zwar sehr schwierig zu machen, dank Thomas Jirasko und Sebastian aber ausgesprochen gut gelungen.
Nach dem "harten" Teil folgt nun das jazzigere und den Ohren wohltuende Kontrastprogramm der "Point of View" - Sessionband, die Joachim Pflieger, seinerseits auch Moderator der Weihnachtssession zusammengestellt hat. In seiner Band auch Thomas Schlüter, der den Löwenanteil der Organisationsarbeit der Veranstaltung stemmt. Er kann sich danach endlich mal das volle Set von "Martin Johnson & Friends" anhören, und das lohnt sich. Mit exzellent dargebotenen anspruchsvollen Jazzrocktiteln, die eben noch in der Garderobe vorbesprochen wurden gibt er seinen hochkarätigen Musikern die Gelegenheit zu freien Improvisationen. Bei ihm steht das Thema "die Jungen integrieren" ganz stark im Mittelpunkt.
Das scheint übrigens auch bei anderen Bands so zu sein und selbst draußen im Foyer scheint das Thema sich fortzusetzen. Dort, wo man mittlerweile die riesige Biertheke bei dem großen Publikumsverkehr kaum noch findet und eine tolle Stimmung herrscht, hat das erfahrene Team um Dina, Cheesy und Peter einige ganz junge Helfer um sich geschart, die ganz schön was zu schaffen haben. Es wird auch ein neues Bonsystem getestet, das die Arbeit und Übersichtlichkeit enorm vereinfacht, aber für einige noch recht ungewohnt ist. Aber das wichtigste da im Foyer sind ja die Begegnungen an denen manch einer die meiste Zeit des Abends hängen bleibt. Ein guter Kumpel von früher, den man schon viele Jahre nicht mehr gesehen hat und der in China arbeitet oder eine sehr gute Freundin von früher. Man hat sich über zwanzig Jahre nicht mehr gesehen und muss sich unbedingt noch verabreden.
Überhaupt, es läuft ja dieses Jahr eine Aktion mit den Abifreikarten und es sind um die 100 gekommen und wer weiß wie viele ehemalige, die noch angeschrieben wurden. Peter Engl hatte die Idee und hat sich hier enorm reingekniet und es wird schon über eine Verlängerung oder Erweiterung der Aktion im nächsten Jahr nachgedacht.
Doch im Foyer gibts nicht alleine ein kultiges Bier. Daneben ist natürlich auch wieder Helle aus Frankreich mit seinen Austern und einem französischen Tröpfchen im Lande und eine Sektbar und Butterbrezeln gehören auch dazu.
Drinnen hat mittlerweile "Waschy" verschiedene Musiker um sich versammelt um das Publikum auf gelungene Weise mit verschiedenen Lieblingssongs aus seinen Böblinger Sessions zu unterhalten. Und dann folgt "der Hammer", wie es Andi Malie der Saxophonist und Jazzpreisträger ausdrückt, der eben noch selber auf der Bühne stand. Er kann es kaum fassen welche Energie die Band "Super Bleifrei" mit ihrer blutjungen Frontfrau Steffi ausstrahlt, die nicht nur eine grandiose Röhre hat, sondern auch noch heftig in die Saiten langt. Das Publikum hat seine gewünschte Party und der Funke springt, wie den ganzen Abend schon, zwichen ihm und den Musikern hin und her. Dann noch mal alle Mitwirkenden auf die Bühne und man verabschiedet sich zu Ehren des verstorbenen Michael Jackson mit dem Song "Billie Jean" unter viel Applaus.
Brigitte und Doro an der Kasse sind hochzufrieden. Wenn man alles zusammenzählt müssten fast 1000 Besucher und Aktive heute in der Halle gewesen sein. "Dann können wir sicher wieder schön was spenden". Und Gabi Jeschabeck von der IG Kultur, die heute jemanden fürs Gassi-gehen mit den Hunden ihres Tierhotels gefunden hat, kann sich über die Einnahmen aus dem Gastroverkauf freuen, denn die fließen der Kulturarbeit im Pavillon fürs nächste Jahr zu, da wird der Verein dann schließlich 30 Jahre alt und kann ordentlich was auf die Beine stellen. Allen, allen, allen, und das sind viele, Helfern und Unterstützern an vorderster Front oder im Hintergrund und auch allen Sponsoren und Gönnern ein herzliches Dankeschön im Namen von "Nachbarn in Not", "Thamar" und natürlich auch der "IG Kultur". Und am 26.12. gibts dann die 32.Sindelfinger Weihnachtssession - bitte schon mal eintragen !